Bitcoin, Lightning Network, Privacy, Wissen

Studie zeigt Mängel im Lightning-Netzwerk auf

„Die Netzwerk-Teilnahme ist für die Mehrheit der großen Routing Nodes, die das Netzwerk derzeit zusammenhalten, wirtschaftlich unvernünftig. Entweder muss der Traffic oder die Transaktionsgebühren um ein Vielfaches steigen, um das Payment Routing wirtschaftlich zu gestalten.“

So lautet das vernichtende Fazit einer Studie, die Wissenschaftler von drei verschiedenen ungarischen Instituten durchgeführt haben. Die Studie mit dem Titel A Cryptoeconomic Traffic Analysis of Bitcoin’s Lightning Network“ beschäftigt sich mit dem, was der Name bereits nahelegt: Der ökonomischen Realisierbarkeit des Lightning-Netzwerks. Konkret ging es in dem Paper um die Ergebnisse einer Simulation, die die Computerwissenschaftler anhand von öffentlichen Lightning-Daten durchgeführt hatten.

Werbung

Für die Studie haben sich die Autoren einen sogenannten Traffic Simulator zunutze gemacht. Dabei handelt es sich um ein Werkzeug, mit dem man das Lightning Routing anhand von mehr oder weniger großen Payment Traffics testen kann. Allen voran interessiert die Wissenschaftler, ob der Betrieb eines Routing Node ökonomisch sinnvoll ist.

Betrieb von Routing Nodes macht sich nicht bezahlt

Routing Nodes seien ein „essentieller Bestandteil von Lightning“, heißt es in der Studie. Schließlich seien sie für die Verarbeitung von Zahlungen zuständig. Für die Bereitstellung von Liquidität zweigen sich die Node-Betreiber in aller Regel eine kleine Gebühr ab, die sie für ihre Dienste kompensieren soll.

Wie das Paper allerdings zeigt, scheinen diese Gebühren nicht ansatzweise für entstandene Kosten zu entschädigen. Mit anderen Worten: Der Betrieb einem Routing Node lohnt sich nicht.

Konkret heißt das: Nach Inhalt der Studie gibt es aktuell einen einzigen Node, der profitabel wirtschaften kann. Einzig rompert.com kann demnach einen hinlänglichen Umsatz einfahren – und das nur, weil deren Gebühren deutlich über dem Marktdurchschnitt liegen. Denn wie die Autoren schreiben, erhebt rompert.com Gebühren für das Verarbeiten von LN-Transaktionen, die denen von First-Layer-Transaktionen ähneln.

Allerdings, so die Autoren, unterminiere dieser Umstand das Wertversprechen des Lightning-Netzwerks. Schließlich war es von Anfang an dafür konzipiert, Transaktionen so günstig wie möglich zu halten. Im Gegensatz zu rompert.com verlangen Routing Nodes wie LNBIG.com lediglich Gebühren in Höhe von nur 0,2 Prozent des Transaktionsvolumens. Bei einer Transaktion von 60.000 Satoshi seien daher bloß 200 Satoshi als Gebühr angefallen.

Abhilfe schaffen könnte demnach lediglich ein deutlicher Anstieg der Gebühren oder des gesamten Zahlungsverkehrs im Netzwerk.

Privatsphäre-Bedenken

Auch in Sachen Privatsphäre lassen die Autoren kaum ein gutes Haar an Lightning. Denn entgegen der landläufigen Auffassung seien LN-Transaktionen keinesfalls privat.

Trotz Union Routing stellen wir fest, dass starke statistische Erkenntnisse über den Absender und Empfänger von LN-Zahlungen gesammelt werden können, da ein erheblicher Teil der Zahlungen nur einen einzigen Router betrifft, der die Teilnehmer leicht de-anonymisieren kann.

Diese Schwachstelle lässt sich der 21-seitigen Studie zufolge allerdings leicht umgehen: Nutzer könnten sich bewusst dazu entscheiden, längere Routing Channels zu wählen. Mit dem Nebeneffekt zwar, dass Zahlungen langsamer vonstatten gehen, dafür aber weniger einfach zurückzuverfolgen sind.

Zuletzt hatten Entwickler vor einer Sicherheitslücke im Lightning-Netzwerk gewarnt, die zum Verlust von BTC führen könnte. BTC-ECHO berichtete.



Source link

  1. Please let me know if you’re looking for a article writer for your weblog.
    You have some really good articles and I feel I would
    be a good asset. If you ever want to take some of the load off, I’d
    love to write some articles for your blog in exchange
    for a link back to mine. Please blast me an email if interested.

    Regards!

  2. Everything is very open with a very clear explanation of the challenges.
    It was definitely informative. Your site is very helpful.
    Thank you for sharing!

  3. Hello, I enjoy reading all of your article. I like to
    write a little comment to support you.

  4. Hey there I am so glad I found your web site, I really found you by
    error, while I was researching on Google for something else, Nonetheless I am here now and would just
    like to say thanks a lot for a remarkable post and a all round thrilling blog
    (I also love the theme/design), I don’t have time to browse it all at the minute but I have book-marked it and also
    included your RSS feeds, so when I have time
    I will be back to read a lot more, Please do keep up
    the excellent jo.

  5. Wonderful article! That is the kind of info that should be shared around the
    net. Shame on Google for now not positioning this publish upper!
    Come on over and talk over with my web site . Thank
    you =)

  6. With havin so much content do you ever run into any
    issues of plagorism or copyright infringement?
    My blog has a lot of exclusive content I’ve either created myself or outsourced but it
    appears a lot of it is popping it up all
    over the web without my agreement. Do you know any solutions to help protect against content from being stolen? I’d definitely
    appreciate it.

  7. Awesome! Its actually remarkable piece of writing, I have got much clear idea concerning from this piece
    of writing.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

X
Sign In

default-poup