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Europäische Kommission: Aufruf an Blockchain-Entwickler

Die Europäische Kommission bietet Blockchain-Entwicklern und anderen Spezialisten Zuschüsse für Technologielösungen im zivilen bis hin zum Militärbereich.

Am 24. März veröffentlichte die Europäische Kommission eine Ausschreibung im Rahmen des Europäischen Programms für industrielle Entwicklung im Verteidigungsbereich. Dabei werden kleine und mittlere Unternehmen aufgerufen, schnelle und kostengünstige Lösungen vorzuschlagen. Der Schwerpunkt soll dabei auf neuen Ansätzen und Vorschlägen für Technologien oder Konzepte liegen, die bisher nicht auf den Verteidigungssektor angewandt wurden.

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Blockchain-Kombinationen mit „digitalen Zwillingen“ für logistische Zwecke

In Bezug auf Blockchain bietet die Europäische Kommission eine Übersicht, die als Leitfaden für Bewerbungen für das Programm dient. Ausgewählte Projekte erhalten Zuschüsse aus dem Budget für 2019/2020, das 254 Mio. Euro umfasst. Konkret sucht die Europäische Kommission:

Lösungen, die „auf einer Echtzeit-Cloud und dem digitalen Zwilling vor Ort basieren. Sie sollen von der Robustheit der Blockchain-Technologie profitieren und alle derzeit optimierten logistischen Anforderungen kanalisieren. Dazu gehört etwa die Ersatzteilkette, Wartung und Energieverbrauchsmaterial.“

Ein digitaler Zwilling ist die virtuelle Repräsentation oder der Spiegel einer physischen Einheit, eines Vermögenswerts oder eines Prozesses. Das kann eine Maschine sein, ein Objekt, ein Teil der Infrastruktur oder ein Mensch. Der Blockchain-Bereich kann die Integrität von digitalen Zwillingen stärken, indem beispielsweise die Verwendung von manipulationssicheren kryptografischen Tags ermöglicht wird. Diese validieren die Herkunft, den Zustand und den Besitz von Produkten oder Objekten. 

Wie Deloitte in einem Bericht von 2018 erklärte, kann die Kombination von digitalen Zwillingen mit einer Blockchain besonders Vorteile im Bereich des Internets der Dinge bieten. Dabei können diese für die vorausschauende Wartung in Produktionsumgebungen genutzt werden. 

Deloitte sagte, dass eine Blockchain ein sicheres Identitätsmanagement, transparente Eigentumsmodelle und effiziente Datenanalysen bieten könne, was die Flexibilität und Belastbarkeit verschiedener Systeme verbessern könne.

Den Leitlinien zufolge sagt die Europäische Kommission, eine Kombination von Blockchains mit digitalen Zwillingen berge ein Potenzial für verschiedene Verteidigungsbereiche, wie etwa Lieferketten, Gerätewartung und Energie.

Für das Programm kann man sich ab dem 15. April bewerben. Die vorläufige Frist läuft bis zum 1. Dezember 2020. Dies kann sich, je nach Entwicklung der COVID-19-Pandemie, noch verschieben. 

Blockchain im Verteidigungssektor

Wie kürzlich berichtet, hat das US-Unternehmen für Support- und Servicelösungen für Verteidigungs-, Aufklärungs- und zivile Systeme BAE Systems im vergangenen Monat ein Stellenangebot veröffentlicht. Dabei wurde ein sogenannter „Cryptocurrency Exploiter“ zur Unterstützung des Betriebs gesucht.

Im Juli 2019 hat das US-Verteidigungsministerium eigene Pläne für die Blockchain-Technologie in seinem Vierjahresplan für die digitale Modernisierung veröffentlicht.

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