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Bitcoin-Hashrate fällt um fast 45 Prozent seit Höchstwert von 2020

Die Hashrate im Bitcoin-Netzwerk (BTC) ist kürzlich stark gesunken und liegt nun fast 45 Prozent unter dem Höchststand von 2020.

Die Hashrate des Netzwerks sank von 136,2 Trillionen Hashes pro Sekunde (EH/s) am 1. März auf 75,7 EH/s am 26. März, wie aus Daten von Blockchain.com hervorgeht. 

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Coin.dance, ebenfalls eine Analyseseite für die Blockchain von Bitcoin, machte eine ähnliche Beobachtung, wenn auch weniger stark. Die Seite meldete am 5. März 2020 einen Spitzenwert von etwa 150 EH/s. Heute gab es einen Rückgang um 29 Prozent auf 105,6 EH/s.

Hashrate im Bitcoin-Netzwerk, 19. April 2019 - 27. März 2020

Hashrate im Bitcoin-Netzwerk, 19. April 2019 – 27. März 2020, Quelle: blockchain.com

Hashrate und Schwierigkeit

Die Hashrate einer Kryptowährung ist ein Parameter, der die Anzahl der Berechnungen angibt, die ein bestimmtes Netzwerk pro Sekunde durchführen kann. 

Eine höhere Hashrate bedeutet mehr Wettbewerb unter den Minern bei der Validierung neuer Blöcke. Dadurch erhöht auch die Menge an Ressourcen, die für die Durchführung eines 51-Prozent-Angriffs benötigt werden. Das macht das Netzwerk sicherer.

Der Monat war sehr volatil und Bitcoin erlitt Mitte März dramatische, wenn auch nur kurzzeitige Verluste von bis zu 60 Prozent auf rund 3.600 US-Dollar. Nun nahm gestern auch die Schwierigkeit des Netzwerks um fast 16 Prozent ab. 

Die Schwierigkeit ist ein Parameter dafür, wie schwierig es rechnerisch ist, einen Block auf der Blockchain zu lösen und zu validieren. Diese wird alle 2016 Blöcke oder alle zwei Wochen angepasst, um die Blockverifizierungszeit durchgehend bei etwa 10 Minuten zu halten. 

Das hängt stark mit der Hashrate des Netzwerks zusammen. Wenn es im Netzwerk nur wenig Mining-Leistung gibt, sinkt die Schwierigkeit typischerweise. In Zeiten, wo die Netzwerkbeteiligung intensiver ist steigt sie und wirkt als Gegengewicht.

Wie gestern berichtet wurde, gab es die letzte Schwierigkeitsanpassung nach unten am 25. Februar dieses Jahres, als der Kurs des Coin bei etwa 9.900 US-Dollar lag. Nur drei Tage später fiel er auf rund 8.800 US-Dollar und bis zum 14. März auf fast 4.800 US-Dollar. An einigen Börsen lag er sogar bei 3.600 US-Dollar, wie bereits erwähnt wurde.

Interpretation der Daten

Diese Beziehung zwischen Kurs, Hashrate und Schwierigkeit hat in der Vergangenheit einen Trend aufgewiesen, den einige Analysten als einen „Miner-Kapitulationszyklus“ bezeichnen.

Diese Theorie nach heißt es, wenn der Bitcoin-Kurs hoch bleibt und das Mining sich lohnt, klettern sowohl die Hashrate als auch die Schwierigkeit allmählich nach oben. Das tun sie, bis sie eine Schwelle erreichen, bei der die Miner unter Druck geraten und gezwungen sind, mehr und mehr ihrer Bestände zu verkaufen, um ihre Kosten zu decken. Das führt zu einem höheren Angebot an Bitcoin auf dem Markt.

Der „Kapitulationspunkt“ ist der Moment, an dem einige es sich nicht mehr leisten können, weiter zu minen. Das löst einen Rückgang der Hashrate aus und weist auf eine geringere Beteiligung hin, wie man heute sehen kann.  Dabei geht dann auch die Schwierigkeit im Netzwerk zurück.

Daten von btc.com prognostizieren, dass die Schwierigkeit bei Bitcoin in 14 Tagen um weitere 16 Prozent sinken.

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